Weihnachtsrede

Wir kommen
und willkomen
zur Weihnachtsfeier

Mei o mei – das Jahr fing gleich gut an:
Mei Vater lässt mich richtig ran.
Die Eltern schleppen mich zu Notar,
Ich fühl mich wie vor’m Traualtar.
Man sagt mir, ich solle unterschreiben,
und ich hoffe, ich werde leiten und nicht leiden.
Aber da hilft halt kein hoffen und kein bangen:
bisher ist’s ja gut gegangen.

Wer es also hat noch nicht bermerkt,
Die Geschäftsleitung wurde schon vererbt,
Ihr denkt Euch: was wird denn das – was wird der nun tun,
Vor allem dieses: ich zahle heute die Rechnung.

Einiges bleibt auch wie es ist.
Denn manches war schon immer g’scheit
Zum Beispiel die Mama: behält die Finanzhoheit.
Der Papa macht mir ihr den Aussendienst,
meist zusammen, und wundern sich wenn man dann grinst,
gehen Sie zu Stammkundschaften heim,
ist es nämlich meist der Golfclub bei Sonnenschein.

Der neue Chef – das sprechen Bände,
hat bekanntlich zwei linke Hände,
für Ruhe, Ordnung mit Verstand,
sorgt daher Simone – allerhand.
Danke für Deine schwesterliche Unterstütze,
war sie für mich immer von Nütze.

Im Februar da stellte man mal neu ein,
den Herbert und die Susi unsern Sonnenschein,
einer von den beiden arbeitet ruhig und mit Bedacht,
die andere schwätzt laut, fast so dass es kracht
beide zusammen sind für uns sehr wichtig,
machen sie doch zumeist alles richtig!
Und der Andy Machner findet es am meisten schön,
kann er doch mal unbelästigt in den Urlaub gehen.
Der rackert ja das ganze Jahr,
schneidet falzt so unscheinbar,
dass man oft vergisst,
das buntes Papier allein nicht wertvoll ist.
Danke auch dass Deine Geduld geht nie aus,
wenn das Büro schreit: das muss jetzt gleich raus!

Im Frühjahr machte der Gisela ihr knie zu schaffen,
sie war lange krank, wir konnten die Arbeit kaum raffen.
Da mussten alle Damen häufig ran,
Christine, Koni, Traudl, Gabi, Linde,
alle zusammen schaukelten das Kinde.
Ihr alle sprangt ein von heut auf morgen,
und wir im Büro waren los die Sorgen.
Wir freuen uns nun wieder auf Frau Mayr,
damit sie uns hilft – genieße besonders diese Feier.

Es kam zeitweis so weit – allerhand,
das man bei uns die Rentner fand:
die Reni wurd rekrutiert,
kam sofort – ganz ungeniert,
musste nun zum tüteln sich setzen
und spendierte Butterbrezeln.

Unser Opa sitzt öfters am Bürotisch,
fragt uns „seid ihr narrisch“,
ab und zu klingt er wie hohn,
wenn er schimpft „scheiss Organisation“,
aber er muss oft Fahren mit Express,
er lässt uns nie hängen,
wenn Kundensonderwünsche drängen.

Einer der heute Abend fehlt,
spart uns eigentlich viel Geld,
der Jürgen druckt halt lieber, als dass er feiert,
macht aber nichts, das sollte uns hier nicht stinken,
können wir nun jeder ein Bier mehr austrinken.
Dafür könnte ihm dann jeder mal ein Danke sagen,
solltet ihr euch zwischen zwei Flüchen mal an die Maschine wagen.

Sollte es abends einmal länger dauern,
weil zum Beispiel die Drucke lassen uns erschauern,
oder wenn irgendwas nicht fertig wird,
oder wenn der Chef sein Glück an der Maschine probiert,
dann kommt der Franz immer wieder, ganz zum Schluss,
und hält die Maschine gut in Schuss.

Im Juni so dann und wann,
ein Großereignis kündigte sich an:
nicht die WM sei hier gemeint,
sondern ein Gautschfest wie es scheint:
Benjamin von Setzer’s Gnaden,
zeigte wie Drucker Kai hier seine Waden,
das Fest war – so scheint mir – unvergesslich,
am nächsten Tag war mancher noch nicht pässlich.

Im Sommer wollt man das Büro verschönern,
jedem grauste vor dem stöbern,
Da hatte Benni einen guten Gedanken:
Statt Staub zu Wischen wie die Kranken,
statt Wände frisch zu tapezieren,
sollt ein Mädchen das Büro verziern.
Man stellte also Melanie ein,
und gut war’s mit dem Büroschein.

Die Melanie sollte bald ehren,
das Sie hier macht zwei beide Lehren:
als Mediengestalterin ist sie beflissen und arbeitet auch sehr mit Zahlen,
und als Erzieheren ebenfalls begehrt. „Melanie malen“

Papier kaufen wir ganz viel ein,
auch bei Alfons – Berberichs – Partyschwein.
Der lud uns ein – so zum Genießen,
nach München – auf die Oktober-Wies’n.
Eine Bierbank zum schunkeln fand sich hier,
passend für uns – und 40 Maß Bier.
Zeitweis war der Platz recht eng und klein,
Aber nicht für Hans – unser Hofkapellmeisterlein,
der liebte die Musik wie immer sehr,
und dirigierte die Kapelle nebenher.
Ein Sonderpreis als Patent sei ebenfalls erwähnt:
der Simon spendierte sein letztes Hemd,
er trank das Bier – nicht mit Sauerein,
sondern setzte Textil als Filter ein.

So ein Fest das braucht Geschick,
wer kauft die Karten,
wer kleidet sich Schick.
Da half uns nicht nur bei bei der Taxifahrt,
stets die Anne, stets apart.

Im Herbst da flog die Biene fort,
sogar im Streit – ganz ohne Wort,
und damit es im Büro nun weitergeht – olala,
kam dann aus Immenstadt die Tanja.

Ich darf mich nun bei Euch bedanken,
bei Euch allen – ohne Schranken,
für Euren Einsatz jeden Tag,
und für die Sorgfalt, die halt nötig ist,
will man nicht drucken nochmal diesen Mist.

Ich bin es heute der das gern spendiert,
weil es bei uns so funktioniert.
Hab Euch nun etwas eingelullt,
und Wünsch mir als Chef von Euch nur eines: viel Geduld.

Danke & guten Appetit

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